Heute möchte ich euch 10 unterhaltsame Tricks für die Hundefotografie vorstellen – für alle, die Lust haben, es einmal auszuprobieren. Muss dein Hund für ein gelungenes Fotoshooting Tricks beherrschen? Ganz sicher nicht! Solange dein Hund nicht ängstlich ist, können wir immer tolle Aufnahmen machen. Aber: nicht jeder Hund hat Spaß daran, Tricks zu lernen – manche haben schlicht kein Interesse daran, und auch das ist völlig in Ordnung!


Man braucht auch keinen Border Collie oder Malinois, um ein paar lustige Tricks beizubringen; wie die folgenden Beispiele zeigen, lassen sich mit jeder Rasse großartige Ergebnisse erzielen – ob im Studio oder draußen in der Natur!

Viele kommen für ein zweites oder drittes Fotoshooting mit ihrem Hund zu mir. Wenn ihnen der Ablauf Spaß macht, gebe ich ihnen gerne ein paar Tipps für das Training zu Hause mit auf den Weg. So können wir der nächsten Session eine unterhaltsame, originelle Note verleihen.



Hier kommen also 10 tolle Posen für euer nächstes Hundefotoshooting mit variierendem Schwierigkeitsgrad ;-)


1. Mit den Pfötchen auf etwas stehen


Wenn euer Hund seine Pfoten problemlos auf einen Gegenstand stellen kann, eröffnet das beim Fotoshooting viele zusätzliche Möglichkeiten. Im Studio können wir dies nutzen, um ihn seine Pfoten auf eine originelle Requisite stellen zu lassen; im Freien ist es praktisch, wenn ein schöner, niedriger Baumstamm oder ein anderes niedriges Objekt in der Nähe ist. Der Schwierigkeitsgrad kann dabei variieren: Die Pfoten auf einen stabilen Gegenstand zu stellen – wie etwa einen alten Fernseher oder einen niedrigen Baumstamm – ist deutlich einfacher, als dies bei einem beweglichen Objekt zu tun, wie zum Beispiel einem historischen Wagen oder einer Schubkarre.

2. Pfötchen geben


Viele Hunde können Pfötchen geben. Das spiegelt die Bindung zwischen Hund und Halter wider und sorgt garantiert für tolle Fotos – ob Nahaufnahme oder Ganzkörperaufnahme! Es gibt zwei Varianten: High Five oder Low Five.

3. Pfötchen in der Luft


Für viele Hunde ist es ein Kinderspiel, die Pfoten in die Luft zu heben, wenn man ihnen einfach ein Leckerli vor die Nase hält. Allerdings müssen einige Hunde das relativ mühsam lernen, weil es ja auch eine Frage der Balance ist. Man muss es einfach langsam aufbauen und trainieren. "Winken" ist die einarmige Variante davon. Auch hier: Manche Hunde könnens, manche nicht. Meiner bekommt seine kurzen Ärmchen nicht weit genug hoch.

Bei Rüden muss man ein bisschen darauf achten, diese Pose eher seitlich auszuführen, sonst schaut man denen so frontal auf die Genitalien ;D

Ein Maltipoo vor Kirschblütenbäumen

4. Kopf ablegen / down


Kopf ablegen“ / Down ist zweifellos einer meiner Lieblingstricks, sowohl für die Studio- als auch für die Outdoor-Fotografie. Manche Hunde machen das von sich aus, doch wenn nicht, kann es schwierig sein, dieses Verhalten hervorzulocken. Viele große Hunderassen, die dazu neigen, immer ein bisschen die Zunge herausstrecken zu lassen (z.B. Schäferhunde), tun dies nicht, wenn sie den Kopf flach ablegen – ein zusätzlicher Pluspunkt für einen wirklich ausdrucksstarken Look!

Wichtig bei der Pose ist, dass wenigstens 1 Pfote zu sehen ist, sonst siehts ein bisschen merkwürdig aus, als ob der Hund keine Beine hätte.

5. Verbeugen



Viele Hunde machen eine Spielverbeugung, weil sie zum Spielen auffordern wollen. Das macht also sowohl dem Hund als auch beim Fotografieren Spaß – ob mit oder ohne Spielzeug!

Manche Hunde können es auf Kommando, bei anderen entsteht das Foto aus einer Spielsituation heraus. Beim Kommando ist es im Grunde eine Abwandlung des "Kopf ablegen" - einfach nur mit dem Hintern nach oben.

6. PenG / seitlich liegen


Das Kommando hat unterschiedliche Namen wie "Peng" oder "tot stellen". Bei uns zuhause heißt es "bonk" :D

Hier gilt es darauf zu achten, dass die Augen des Hundes geöffnet sind und in die Kamera schauen, sonst sieht er wirklich einfach nur tot aus.

Sobald die Hunde das Kommando beherrschen, versuchen wir uns an der „Peng-Variante für Fortgeschrittene“ – mit einem Spielzeug, das sie zwischen den Pfoten halten. Das ist einfach zu süß!

7. etwas im maul halten


Versuche ich meinem Hund schon seit Jahren beizubringen, scheitere aber daran ;D

Viele Hunde empfinden es als einfach, während der Bewegung etwas im Maul zu halten; einen Gegenstand jedoch im Stehen zu halten, ist deutlich schwieriger. Es lohnt sich daher, sich die Zeit zu nehmen, dies zu üben. Ihr könnt dabei mit verschiedenen Materialien experimentieren.

8. Hunde "übereinander"/ gekreuzt


Selbst bei mehreren Hunden lassen sich kreativere Fotos gestalten als die üblichen „Sitz“- und „Platz“-Posen. Eine meiner Lieblingsvarianten ist die „überkreuzte“ Position, bei der ein Hund steht, während der andere unter ihm liegt. Übt mit euren Hunden, ob die Idee realisierbar ist.

9. Küsschen Geben


Ein „Küsschen“ auf die Nase oder Wange sorgt für besonders charmante und persönliche Fotos. Die Pose schafft Nähe, bringt oft ein Lächeln ins Gesicht des Menschen und zeigt die besondere Verbindung zwischen Hund und Halter auf eine natürliche Weise. Viele Hunde bieten dieses Verhalten sogar von selbst an. Falls nicht, lässt sich ein sanftes Küsschen mit positiver Verstärkung meist relativ einfach trainieren. Mit etwas Geduld und den richtigen Leckerlis gelingt diese Pose oft schon nach wenigen Übungseinheiten und sorgt beim Fotoshooting für echte Lieblingsbilder.


10. Auge an Auge


Nahaufnahmen von Augen sind derzeit sehr beliebt, und viele Kunden wünschen sie sich für ein Fotoshooting. Solche Bilder einzufangen, ist jedoch keineswegs selbstverständlich. Auch wenn viele Hunde die Nähe ihrer Besitzer lieben, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass sie sich dabei wohlfühlen, „Auge in Auge“ mit ihnen zu stehen.


Deshalb bitte ich meine Kunden meist darum, dies vorab zu Hause und auch draußen (!) zu üben. Auf diese Weise ist der Hund zum Zeitpunkt des Shootings bereits etwas an diese Situation gewöhnt, und es zeigt sich meist recht schnell, ob sie sich umsetzen lässt. Denkt daran: nur weil euer Hund zuhause die absolute Kuschelmaus ist, heißt das nicht, dass er außerhalb dieses geschützten Raums auch so viel Nähe zulassen will. Seid also nicht zu enttäuscht, wenn es nicht klappt.